N e u z e i t

H o m e

 100 Jahre politische Propaganda -
  Die Post als Werbeträger
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Deutschland im Nationalsozialismus 1933 bis 1945

"Alles für Deutschland"
 


 

Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nahm die neue Regierung mit hohem Mitteleinsatz auf.

Maßnahmen für den Luftschutz unterlagen nicht den Beschränkungen des Versailler Vertrages. Sie bedeuteten jedoch bereits 1933 indirekt den Beginn der Aufrüstung und eine Drohgebärde nach innen und außen.
 


 

Die Reichspost duldete Nebenstempel mit politischer Propaganda.


 


 

Bestimmendes Thema des Jahre 1935 war die Volksabstimmung im Saargebiet am 13.1.1935.


 

Bewachungsaufträge zur Spionageabwehr?

Politische Propaganda 1935: In Zukunft werden Helden gebraucht.

Führerkult und Volksgemeinschaft

Obwohl der Reichstag bereits entmachtet war, trat Hitler 1936 erneut zur Wahl an, um der Weltöffentlichkeit die Zustimmung des Volkes zu seiner Politik zu dokumentieren. Im gleichen Jahre fanden die Olympischen Spiele in Deutschland statt.
 

Isolation vom Weltmarkt

Die Abhängigkeit von Importen war ein Unsicherheitsfaktor der Politik Hitlers.
 

Völkischer Größenwahn

Zur Überhöhung des eigenen Volkes richtete sich die politische Propaganda vor allem gegen die Juden. Der Hass gipfelte in der sog. Reichskristallnacht vom 10. zum 11. November 1938. Die deutschen Synagogen brannten. Jüdische Mitbürger verloren ihr Leben.
 

Privatganzsache zur Ausstellung "Der ewige Jude"

Anlässlich des 48. Geburtstags von Adolf Hitler gab die Reichspost eine Reihe von Sonderwohlfahrtsausgaben in Blockform heraus. Der geschnittene Block erschien am 16. 4. anlässlich der 1. Nationalen Briefmarkenausstellung "Die Deutsche Briefmarke".

 

11.3.1938 Einmarsch deutscher Truppen in Österreich
10.4.1938 Abstimmung über den Anschluss an Deutschland (99,6% Zustimmung)
 


 


 

Die Anlass bezogene Sonderganzsache vom 13.3.1938 nahm das Ergebnis der Abstimmung vorweg.


 

Hoheitsadler und Hakenkreuzfahne beim Kilimandscharo dokumentieren neue Ansprüche. 10 bildgleiche Privatganzsachen ab 1938 mit unterschiedlichen Wertstempeln
 


 

Den 50. Geburtstag von Adolf Hitler feierte die Reichspost mit der Herausgabe von fünf Sonderkarten und Sonderstempeln verschiedener Städte.
 

Ansichtskarte vom 1. Mai 1939. Bildseite links mit Hitlers makaberer "Erfolgsstory".

Der 2. Weltkrieg

Am 1. September 1939 begann der 2. Weltkrieg mit dem Angriff Deutschlands gegen Polen.


 

"Der Reichsparteitag des Friedens" fiel aus.


 


 

Kriegs-WHW-Postkarte "DANZIG IST DEUTSCH"
 


 

Die Propaganda-Maschinenstempel galten der Stabilisierung der Heimatfront.
 

Rückseite des Schmuckblatt-Telegramms C 187 L x 17 vom 1.9.1938

Das Amtsblatt Nr. 99 aus dem Jahre 1938 verfügte unter Nr. 350/1938:
"Alle amtlichen Druckwerke der DRP - auch die von den Ämtern herausgegebenen Straßenverzeichnisse usw. - sind künftig mit dem Abdruck des Hoheitszeichens in einer den Abmessungen des Druckwerks entsprechenden Größe zu versehen.
Muster enthalten die Titelblätter der Abschnitte der Allgemeinen Dienstanweisung der DRP."

Nach der Kapitulation von Jugoslawien am 17.4.1941 gliederte sich das Reich Teilgebiete Jugoslawiens "Deutsch für immer" ein.


 

Aus diesem Anlass erschienen am 29. September 1941 vier Wohlfahrtssondermarken.
 


 

Sondermarken 1941 zum 8. Jahrestag von Hitlers Machtübernahme am 30. 1.1933
 


 


 

Die polnische Exilregierung in England durfte am 15. 12.1941 Briefmarken herausgeben. Sie waren für die Post auf polnischen Handels- und Kriegsschiffen bestimmt.
 


 

Auch in der Schweiz wurden die Rohstoffe knapp. Dreisprachige Sonderausgabe vom 21. März 1942.
 


 

Im besetzten Frankreich wurde zur Sammlung für die Winterhilfe aufgefordert.
 
Noch im Jahre 1943 versprach Hitler zu seinem Geburtstag, den Bolschewismus zu bannen.
 


 

Zu diesem Anlass griff die Reichspost den Sammlern kräftig in die Taschen!
Für 6 Sondermarken mit einem Gesamt-Frankaturwert von 93 Pf waren 400 Pf zu zahlen.
 


 

Ganzsachen aus dem Jahre 1943 mit kriegsbedingten Werbezudrucken
 


 

Auch in der Schweiz waren die Folgen des Krieges zu spüren.
 

Am 11. Dezember 1941 hatten Deutschland und Italien den USA den Krieg erklärt.


 

"Win the War" forderte die Kriegspropaganda-Marke der USA vom 4.7.1942
 


 

Alle Ausgaben ab dem Jahre 1944 tragen in Deutschland die Bezeichnung
"GROSSDEUTSCHES REICH".
 


 

Anlässlich des 55. Geburtstags von Hitler gab die Deutsche Dienstpost Niederlande einen Sonderstempel heraus.

 
Herbst 1944 druckten die Amerikaner in Rom diese Propagandafälschung und brachten Teile davon erfolgreich in die deutsche Postzustellung.
 


 

Sorge und Verzweiflung sprechen aus den Werbezudrucken in den letzten Kriegsmonaten.
 

Am 1.1.1942 hatten sich 26 Nationen, die gegen die "Achsenmächte" kämpften, zu den "Vereinten Nationen" zusammengeschlossen.

Am 12.2.1943 gab die US-Post weitere Kriegspropagandamarken heraus.

Der Putsch am 9.11.1923 mit dem Marsch der NSDAP in München zur Feldherrnhalle war damals gescheitert. Jetzt stand ganz Deutschland vor einem Scheiterhaufen.


 

Sondermarke vom 9.11.1944


 

Im Januar/Februar 1945 kam die sog. "Volkssturmmarke" an die noch geöffneten Postschalter.
 

Von Februar bis April 1945 wurden an die in Ostpreußen eingeschlossenen Soldaten besondere Karten und Faltbriefe in verschiedenen Drucktypen und Farben herausgegeben.

Am 8. Mai 1945 kam das Kriegsende.