K a i s e r  K a r l  I V.  u n d  s e i n e  Z e i t

H o m e

König Wenzel und Kaiser Sigmund                                       zurück
König Wenzel

Schon 1346 hatte Karl IV dafür gesorgt, dass sein Sohn Wenzel auf den römischen Königsstuhl kam, obwohl er ihn für "einen trunksüchtigen, jähzornigen, faulen Buben" hielt. Wenzel war eher bekannt für seine nächtlichen Raufereien mit Prager Bürgern als für die Vorbereitung auf das Regierungsamt. Er enttäuschte seine Kritiker nicht! Am 20.8.1400 setzten die 4 rheinischen Kurfürsten ihn aus grundsätzlichen Erwägungen ab und wählten den Pfälzer Ruprecht zum neuen König.

Dieser Wenzel taucht in der Geschichte mehrfach auf als:

  • König Wenzel I (1378-1400) König des Heiligen Römischen Reiches
  • Herzog Wenzel II (1370-1419) Herzog v. Luxemburg
  • König Wenzel IV(1363-1419) König von Böhmen

Briefmarken des Herzotums Luxemburg


Kaiser Sigmund

Nach dem Tode Ruprechts 1410 wurde erst der Vetter Wenzels, Jobst, dann 1411 sein Bruder Sigmund zum König und 1433 zum Kaiser gewählt. In Sigmunds Regierungszeit fällt das Konzil zu Konstanz 1414 - 1418. Der Kaiser hatte Johannes Huß freies Geleit nach Konstanz zugesagt, konnte jedoch sein Versprechen nicht halten. Huß wurde 1415 verbrannt. Die Hussittenkriege begannen. Trotzdem gilt die Zeit Sigmunds als einer der Höhepunkte des späten Mittelalters. Er verstand es, die Kirchenspaltung zu beenden und den "Landfrieden" wieder herzustellen. Er starb 1437.

Kaiser Sigmund war der letzte Luxemburger auf dem deutschen Thron.

Sigmundtor am Dom von Bratislawa